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OxoPhos®17 - Der chemische Tanzlehrer

Chemische Reaktionen werden oft durch Katalysatoren wie Rhodiumkomplexe und Liganden ermöglicht.

Mit dem richtigen Lehrer und einem kleinen Schubs in die richtige Richtung funktioniert vieles leichter. Das ist in der Chemie genauso wie im richtigen Leben. Auch Tanzlehrer spielen eine solche Rolle. Sie überwinden die Barriere zwischen zwei Personen und bringen Paare zusammen   ̶ ohne selbst am Tanz beteiligt zu sein.

In der Chemie gibt es Katalysatoren, die aus einem Edelmetall und einem Liganden bestehen. Sie übernehmen eine ähnliche Aufgabe wie Tanzlehrer, denn sie bringen Molekül A mit Molekül B zusammen. Weil die Aktivierungsenergie zu hoch wäre, würden die Moleküle ohne diesen Katalysator gar nicht oder nur sehr langsam miteinander reagieren. Der Katalysator sorgt also dafür, dass das Produkt gebildet wird, ohne dass er selbst an der Reaktion teilnimmt, genauer gesagt, ohne selbst verbraucht zu werden. Da er nicht verbraucht wird, kann er eine solche Reaktion tausendfach katalysieren.

Chemische Prozesse, die einen Katalysator benötigen, kommen in allen Bereichen des täglichen Lebens vor. Eine der wichtigsten Reaktionen im großen Stil wird auch bei der Business Line Performance Intermediates durchgeführt: Im sogenannten Oxo-Verbund werden ungesättigte Verbindungen, die Butene, mit Hilfe von Synthesegas, also Kohlenmonoxid und Wasserstoff, und einem Katalysator durch eine Hydroformylierungsreaktion in Aldehyde und dann in Alkohole umgewandelt. Die so gebildeten Oxo-Alkohole 2-PH (2-Propyl-Heptanol), ITDA (Isotridecyl-Alkohol) und INA (Isononyl-Alkohol) werden anschließend in entsprechende Weichmacher oder Tenside umgesetzt.

Neben den Produkten aus dieser Reaktion  ̶  den Oxo-Alkoholen und den Weichmachern  ̶ bietet Evonik mit dem OxoPhos®17 auch einen solchen "Tanzlehrer" an   ̶ einen hochselektiven Katalysator.